Klosterruine Meien Klosterruine Meien Klosterruine Meien Klosterruine Meien

Klosterruine Heilig Kreuz Meien

Am Ende des 12. Jahrhunderts stiftete Dietrich der Bedrngte, Markgraf von Meien den Benediktinerinnen ein Kloster in Meien, welches dem heiligen Kreuz geweiht wurde. Deren Gebude befanden sich zunchst rechtselbisch bei der Jacobskapelle in der Nhe einer ehemaligen Wasserburg.

1217 wurde das Kloster an das linkselbische Ufer, ca. 1,5 km nrdlich von Meien, verlegt. In der ersten Hlfte des 13. Jahrhunderts wurde ein Kirchengebude errichtet.

Markgraf Dietrich schenkte am 24. April 1220 dem Nonnenkloster Zum heiligen Kreuz das Dorf Sommerfeld bei Leipzig (Svmuelt). Die groe Entfernung nach Meien machte eine Verwaltung der Besitzung schwierig, so dass Sommerfeld am 26. April 1391 fr 200 Freiberger breite Groschen an das Thomaskloster zu Leipzig verkauft wurde.

Gleichzeitig mit der Verlegung 1217 wurde das Benediktinerinnenkloster dem Abt des Zisterzienserklosters Altzella bei Nossen unterstellt, wodurch die Benediktinerinnen kurzzeitig der zisterziensischen Regel unterworfen wurden. In der Mitte des 13. Jahrhunderts kehrte das Nonnenkloster wieder zu seiner alten, benediktinischen, Ordensform zurck.

Nach der Reformation Martin Luthers wurde das Kloster im Jahr 1568 aufgehoben. 1570/71 wurde der Landesschule St. Afra zur wirtschaftlichen Konsolidierung skularisierter Kirchenbesitz zugesprochen. Darunter befand sich auch das Klostergut von Heilig Kreuz, das viele Feld-, Wald- und Wiesengrundstcke im Jahnatal, in Gasern und der Meiner Vorstadt Fischergasse besa. Das Klostergebude selbst wurde dem Verfall preisgegeben und schlielich im Siebenjhrigen Krieg (1756-1763) zerstrt.

Ab 1945 wurde das Gelnde des Klosters als Grtnerei genutzt. Seit 1994 ist es Sitz des Meiner Hahnemannzentrums e. V., das Sicherungsarbeiten an den Gebuden vornehmen lie. Zwischen 1997 bis 2001 erfolgten archologische Grabungen im Bereich der neuzeitlichen Wirtschaftsgebude und des alten Klausurgebudes (u.a. der Kreuzgang). Weitere Grabungen und Sondierungen sind geplant. 2004 nahm das Hahnemannzentrum weitere Sanierungsarbeiten an den Gebuden vor.